5 Start-ups mit guten Ideen zur Resteverwertung

Mittlerweile gibt es (glücklicherweise!) zahlreiche Initiativen, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen. Diese fünf Start-ups geben Abfallprodukten ein zweites Leben.

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr aus den verschiedensten Gründen im Müll: bei der Erzeugung und Verarbeitung, bei Großverbrauchern, im Handel und in Privathaushalten. Dass es so nicht weitergehen kann, erkennen immer mehr Leute. Einige von ihnen haben daraus schon ein richtiges Business gemacht.

1. Knödelkult – Knödel aus gerettetem Brot

Diese Idee klingt gleich doppelt gut: Die Macher hinter Knödelkult wollen einerseits das Knödelangebot verbessern – selber machen dauert ja bekanntlich etwas und die Mischungen aus dem Supermarkt überzeugen nicht gerade durch Natürlichkeit – und gleichzeitig Lebensmittel retten, in diesem Fall Brot. Jetzt verkaufen sie Knödel im Glas, die sie aus geretteten Broten herstellen. Laut eigener Aussage landen in Deutschland jedes Jahr mehr als 500.000 Tonnen davon im Müll, bei einer Bäckerei täglich etwa 10 bis 20 Prozent der Produktion. Auf der Seite von Knödelkult läuft ein Zähler mit, wie viele Laibe sie bereits wiederverwerten konnten.

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2. Regrained – Müsliriegel aus Überbleibseln der Bierproduktion

Den Kaliforniern Dan und Jordan, die beiden Typen hinter Regrained, ist ihre Geschäftsidee zugeflogen, als sie ihr eigenes Bier brauten. Die Reste von Malz und Hopfen rochen in ihren Nasen wie heißes Müsli, so dass sie nach Rezepten suchten, in denen sie das Getreide verarbeiten könnten. Zuerst backten sie damit Brot, um schließlich die Riegel für sich zu entdecken – und ein richtiges Business damit zu starten. Super Slogan: „Eat Beer“. Sogar die Verpackung, obwohl sie wie Plastik aussieht, ist nachhaltig und zersetzt sich organisch.

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3. Toast Ale – Bier aus Brot

Und nochmal Bier und Brot: Toast Ale ist eine britische Initiative, die seit 2015 ihr eigenes Bier braut, bei dem altes Brot zum Einsatz kommt. Autor und Umweltaktivist Tristram Stuart hat sich dafür mit den drei Jungs vom Brussels Beer Project zusammengetan, um auf Lebensmittelverschwendung im Allgemeinen aufmerksam zu machen. Der Gewinn fließt in nachhaltige Projekte. Cheers!

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4. Dörrwerk – Snacks aus gerettetem Obst

Nicht nur Brot landet täglich zuhauf in der Tonne, auch Obst und Gemüse, weil sie die Abnahmevorschriften von Händlern nicht erfüllen. Falsche Form, falsche Farbe, falsche Haptik. Dörrwerk aus Berlin kauft dieses Obst- und Gemüse auf, wäscht, püriert und dörrt es anschließend. Heraus kommen Apfel-Chips mit Zimt, Fruchtpapier oder -konfetti. Was für ein gutes zweites Leben!

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5. Unverschwendet – Marmeladen und Co. aus überschüssigem Obst und Gemüse

Ebenfalls einen guten Ansatz für den Umgang mit Obst und Gemüse, das es nicht auf unsere Teller geschafft hat, hält das Wiener Unternehmen Unverschwendet bereit. Aus dem überschüssigem Obst und Gemüse, das das Team von Privatpersonen und großen Landwirtschaften bekommet, zaubert es seit 2016 Marmeladen, Sirup, Chutneys, Eingelegtes, Süß-Saures, Senf oder Saucen.

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Titelbild: Kristina Tripkovic/Unsplash

Milena