Im Restaurant nachhaltig bestellen – darauf kann man jetzt achten

Beim Essen gehen lässt sich auch etwas für die Umwelt tun. Worauf man achten sollte und welche Lösungen es inzwischen gibt, verraten wir hier. 

1. Saisonal bestellen

Schneit es gerade und im Restaurant stehen Spargel und zum Nachtisch Erdbeeren auf der Karte? Ist es Anfang März und das Granola wird mit frischen Beeren dekoriert? Zutaten, die einem beim Anblick des Menüs stutzig machen sollten. Eine kurze Suchanfrage bei Google nach einem Obst und Gemüse Saisonkalender kann bei Ungewissheit schnell aufklären und führt hoffentlich dazu, dass man nur bestellt, was gerade auch wirklich draußen wächst. Das ist nicht nur nachhaltiger, sondern schmeckt in den meisten Fällen auch einfach besser. Denn was gibt es schöneres, als eine reife Aprikose im Hochsommer oder den ersten Spargel im April?

2. Regional essen

Ähnlich verhält es sich mit dem Thema Regionalität. So gut Banane, Ananas und Mango auch schmecken, so weite Transportwege haben sie doch hinter sich. Besonders das beliebet Avocadotoast hat sich in den letzten Jahren auf besonders viele Speisekarten geschlichen. Dabei ist hier nicht nur die weite Reise problematisch, sondern auch der hohe Wasserverbrauch der Frucht und die damit einhergehenden Folgen für die Anbauregionen. Aber wie wäre es mit Bärlauch, Kirsche, Tobinampur & Co.? Sie alle wachsen quasi vor der Haustür und lassen sich durch Fermentation auch wunderbar haltbar machen.

3. Essensverpackungen

Eine gute Maßnahme gegen Lebensmittelverschwendung ist es, sich die nicht geschaffte Portion Nudeln oder das Stück Pizza im Doggy Bag einpacken zu lassen und am nächsten Tag nochmal zu genießen. Restaurants sind nämlich dazu verpflichtet alles, was einmal auf dem Tisch des Gastes war, in den Müll zu entsorgen. Damit dass nicht in einer Arie aus Styroporverpackungen und Plastiktüten enden muss, gibt es inzwischen auch sehr viele Anbieter, die recyclebar Einwegverpackungen für Essen anbieten. Vielleicht einfach beim nächsten Restaurantbesuch erwähnen und das angebotene Plastikbesteck einfach charmant ablehnen.

4. To-Go-Becher

Eine große US-amerikanische Kaffeehaus-Kette hat ihn zum begehrten Lifestyle-Objekt gemacht: den Coffee-To-Go-Becher, der auf unzähligen Instagram-Fotos stolz präsentiert wird. Stündlich werden davon alleine in Deutschland 320.000 verbraucht. Viele lokale Initiative stellen sich jetzt dagegen und in jeder größeren Stadt gibt es inzwischen Pfandsysteme in den Coffeeshops für wiederverwendbare Becher, die man in dem einen Laden kaufen und in anderem wieder zurückgeben kann. Oder man kauft sich direkt einen eigenen Becher, der sich zu Hause wieder sauber waschen lässt.

5. Getränke

Wie wäre es mit Leitungswasser anstelle von einer Erfrischung aus der Plastikflasche oder aus dem Haus eines großen Lebensmittelkonzerns? In vielen Orten ist die Grundwasserqualität ausgezeichnet, so dass man es bedenkenlos trinken kann. Darüber hinaus gibt es tolle Filtersysteme, die das Wasser aufbereiten. Und was spricht gegen das lokale Bier, den Wein vom Hang um die Ecke oder den Gin aus der Berliner Destille? Inzwischen ist das Angebot kleiner Getränke Manufakturen so vielfältig, dass es großen Spaß macht sich durch die Produkte zu trinken und Cola & Co. keine Alternative mehr sein können.

Susanna